Die Krankheit Tod

Kurzspielfilm (work in progress)

2020

Regie Laura Gericke

DOP Leon Daniel

Setdesign Elisa Porsche

Kostüme Ronja Lahr

Es spielen Lia von Blarer, Max Kurth

Ein Mann bietet einer Frau Geld an. 

Er wolle ihren Körper ergründen, sie kennenlernen, versuchen zu lieben.

Sie willigt ein und begleitet ihn in ein Hotelzimmer, besucht ihn dort tagelang Nacht für Nacht.

Zunächst reden sie nicht viel miteinander, sie schläft beinahe die ganze Zeit und er beobachtet sie dabei, stundenlang. Zwischendurch geht er zum Fenster und betrachtet das Meer, wie es wild und schäumend gegen die Hotelmauern schlägt. Er befriedigt sie, sie haben Sex miteinander, manchmal weint er, wird wütend über sich, zerbricht an ihr, wie sie einfach nur daliegt und nichts tut, an der Unfähigkeit, seine innere Leere zu füllen.

Er stellt ihr Fragen und manchmal antwortet sie, mehr in Rätseln und Metaphern. Am Ende verschwindet sie so schnell, wie sie gekommen ist und er bleibt alleine zurück. Ihm bleibt nur ihre Diagnose, dass er an der Krankheit Tod leide, der Maladie de la mort. Sie zeichne sich dadurch aus, dass derjenige, der von ihr befallen ist, nicht weiß, dass er den Tod in sich trägt.

Worte erschaffen Realität, auch wenn sie nicht genau das benennen, was wir benennen wollen. Worte umreißen Themen und schaffen Räume für Ungesagtes oder Unsagbares. Ein zentrales Thema ist für mich die Entdeckung des Nicht-Wissen-Wollens: sich damit zufrieden zu geben, nicht zu wissen, was etwas ist und es nicht benennen zu können.