Gewurzel

Kurzfilm

Ausstellung im Rahmen des Hamburger Architektursommer 2019

2015

Kamera, Regie, Schnitt Marie-Theres Böhmker, Laura Gericke, Simon Ottrand

Dank an Susan Chales de Beaulieu

Die Insel als physisch existenter Ort – als etwas real verort- und kartierbares – aber auch als Wiege der Gedankenlosigkeit, als imaginärer Ankerpunkt, als Zielpunkt oder -scheibe einer unbestimmten Sehnsucht nach Ferne, Weite und Freiheit. Die Stadt und die Natur, der Mensch und die Natur, der Mensch und die Insel – zu Beginn steht immer die Frage nach der Verortung des Menschen selbst, die Suche nach dem Ursprung des eigenen Seins und der Antwort auf die Frage, wo man eigentlich hingehört. Die Ambiguität des Begriffes „Insel“ bewirkt, dass Gefühle und Gedanken unterschiedlichster Art bei einem Menschen ausgelöst werden können, wenn dieser Mensch empfänglich dafür ist.

 

Ist die Insel also ein Ort, an dem man alleine und ganz für sich selbst sein kann, wenn man es will, aber nicht will, wenn man es kann? Ein Ort also, an dem das Unmögliche möglich scheint und das Mögliche unmöglich? Ein Ort, der Fernweh auslöst und selbst Objekt dessen ist? Falls ja: Wieso zerbricht der Mensch nicht an dieser Zerrissenheit und wählt dennoch häufig die Insel als symbolische Rettung, als Zufluchtsort und assoziiert Ruhe und Frieden mit ihr und welche Rolle spielt dabei als Kontrast die Metropole als Wahl- oder Zwangslebensraum?